Neuwerkkirche Goslar

  Neuwerk ist eine romanische Klosterkirche
  mit eindrucksvoller Symbolik:
 
  Im Langhaus stehen sich Gut und Böse gegenüber:
  Auf der Nordseite   „Der Bärtige“ (Symbol des Guten)
  und ein Siegeskranz, parallel auf der Südseite „Der
  Gehörnte“ (Symbol des Bösen) und ein Fabelwesen
  aus Schlange und Drachen, das sich in den
  eigenen Schwanz beißt. Dazwischen verläuft der
  christliche Lebensweg. Er beginnt im Westen mit
  dem segnenden Christus und endet im Hohen Chor
  im Himmel. Maria auf dem Thron Salomos ist dort
  zu sehen, ebenso die Engel, Propheten, Apostel, Märtyrer und Christus, der die Menschen mit offenen Armen empfängt. In der linken Hand hält er ein aufgeschlagenes Buch mit den Worten: „EGO SUM VIA, VERITAS ET VITA“ (Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben)

1186 Altarweihe „St. Maria in horto“ (Heilige Maria im Rosengarten)  
Fertigstellung der Kirche 100 Jahre später
1188 Kaiserlicher Schutz: Damit war das Kloster von allen öffentlichen Abgaben befreit, unterstand keiner weltlichen Gerichtsbarkeit und konnte einen eigenen Vogt wählen.
13. Jahrhundert das Kloster erreichte seine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Reicher Grundbesitz verleitete die Nonnen zu luxuriöser Lebensweise und weckte Begehrlichkeiten bei den Mächtigen.
1225 Entstehung der Wandmalereien.
1280 Die Stadt Goslar erwarb die Reichsvogtei. Das Kloster verlor damit seine Unabhängigkeit.
14. Jahrhundert Neuwerk wurde Versorgungseinrichtung für unverheiratete Töchter wohlhabender Goslarer Familien. Die Sitten verfielen, Klosterregeln verloren ihre Gültigkeit.
1528 Der Rat der Stadt schloss sich der Reformation an. Das Kloster blieb noch viele Jahre katholisch.
17. Jahrhundert Neuwerk wurde evangelisches Damenstift.
1754 Neuwerk musste die Stadt als Obrigkeit anerkennen. Damit verlor die Stiftung ihre Selbstständigkeit und wurde zu einer unselbstständigen Stiftung unter der Leitung des Magistrats.
1802 Goslar wurde preußisch. Aus den Überschüssen der Klostervermögen wurden Schulen eingerichtet, sowie Lehrkräfte, Pfarrer und Mitarbeiter entlohnt. Auf Kosten des Klosters Neuwerk wurde eine Mädchen - Bürgerschule eingerichtet.
1945 Die Kirche wurde Goslarsche Jugendkirche.
1964 Neuwerk wurde Gemeindekirche der neu gegründeten Kirchengemeinde Neuwerk in Goslar.

Schätze am Weg
- Ruine der Georgskirche
1050 erbaut, der 8-eckige Grundriss erinnert an den Dom zu Aachen, wo zu der Zeit die Kaiser gekrönt wurden, und an die Kaiserkrone.
Seit 1150 Augustinerkloster
1527 zerstört: Die Goslarer befürchteten Krieg mit dem Braunschweiger Herzog, daher zerstörten sie alle Gebäude auf den Bergen rings um die Stadt. So auch dieses Kloster. Die Mönche gingen auf einen ihrer Wirtschaftshöfe, nach Grauhof.
- Rübezahl
Der Stadtteil wurde nach dem Krieg für die Flüchtlinge aus den Ostgebieten erbaut. Der Berggeist Rübezahl erinnert an ihre Heimat.

Kontakt:
Ev.-luth. Kirchengemeinde Neuwerk
Rosentorstrasse 27
38640 Goslar
E-Mail: neuwerkkirche-goslar@t-online.de
Internet: www.neuwerkkirche-goslar.de

Pfarrerin Karin Liebl
Telefon: 05321-22839

Öffnungszeiten der Pfarramtes:
Montag, Donnerstag und Freitag: 10.00 - 12.00 Uhr